Todesfall - Katholische Kirchgemeinde Pfeffikon

 

Todesfall

todesfall1_250 



Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die Erde schwer
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen, diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


(Rainer Maria Rilke: "Herbst")

 

 



 

Es ist jemand gestorben, der Ihnen viel bedeutet.

Die Wunde über den Verlust des Verstorbenen liegt noch offen und Sie können sich nicht vorstellen wie das Leben ohne den Verstorbenen weitergehen soll. Und doch müssen Sie sich im Augenblick um so vieles kümmern.

 

Was ist zu tun bei einem Todesfall zu Hause?

Als Zeichen der Hoffnung und des Trostes ist es sinnvoll, beim Verstorbenen eine Kerze anzuzünden. Je nach Wunsch und Möglichkeit kommt der Seelsorger, die Seelsorgerin sofort bei Ihnen vorbei. Es wird ein Segensgebet über den Verstorbenen gesprochen und mit den Angehörigen für die Seelenruhe des Verstorbenen gebetet. Auch kann das weitere Vorgehen besprochen werden.

 

Zwischen Tod und Begräbnis

Bei allem Schmerz über den Verlust ist die Zeit zwischen Tod und Begräbnis ausgefüllt mit vielen alltäglichen Angelegenheiten:

 

Endläuten:

Die Glocken haben zur Taufe geläutet Sie läuten nun wieder und machen die Tatsache, dass jemand aus der Pfarrei zum Schöpfer heimgegangen ist, ein erstes Mal öffentlich. Während dem Läuten werden im Gottesdienst drei „Vater unser" für den Verstorbenen gebetet.

 

Sterbegebet:

Das Sterbegebet will in dieser schweren Zeit Halt und Hoffnung geben. Im Gebet empfehlen wir den Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an. Das gemeinsame Gebet bringt zum Ausdruck, dass auch viele andere Menschen die Trauer der Angehörigen mittragen. Das Sterbegebet findet gewöhnlich am Abend vor der Beerdigung statt.

 

Die Beerdigung:

Im Gottesdienst denken wir an das Leben des Verstorbenen. Es brennt die Osterkerze. Sie ist Sinnbild des Auferstandenen. So wird der Zusammenhang von Taufe, Sterben und Auferstehung der Gläubigen mit der Auferstehung Christi sichtbar gemacht.

 

Nach der Beerdigung:

Der Dreissigste wird ca. einen Monat nach der Beerdigung gefeiert. Dieser Gottesdienst zum Gedenken an den Verstorbenen ist sinnvoll und heilsam, wenn sich  die Angehörigen zu diesem Ritual treffen und noch einmal bewusst das Grab des Verstorbenen aufsuchen.

 

Jahresgedächtnis und Jahrzeitmessen:

Ein Jahr nach dem Todestag gedenken wir im Gottesdienst des Verstorbenen. Für die folgenden Jahre kann eine Jahrzeitenstiftung für 5, 10, 15 oder 20 Jahre gemacht werden. Jährlich wird dann eine heilige Messe für den Verstorbenen gehalten.
Gerade in unserer schnelllebigen Zeit sind diese Gedächtnisse wichtig und sinnvoll, damit der Verstorbene nicht in Vergessenheit gerät. Dieses Gedächtnis drückt unsere Verbundenheit mit dem Verstorbenen über den Tod hinaus aus und stärkt die Angehörigen, das neue Leben mutig anzupacken.

Pfarrei Pfeffikon  |  5735 Pfeffikon  |  Tel: 062 771 15 08  |  pfarrei-pfeffikon@bluewin.ch